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Biogasanlagen PDF Drucken E-Mail


Historisches zum Biogas

Die ersten Fermenter wurden in den 20er Jahren des 20.Jahrhunderts auf Kläranlagen zur Vergärung des Schlamms gebaut. Heute haben die meisten Klärwerke sogenannte Faultürme, wo des Volumen des Schlamms, der bei der Belüftung anfällt, reduziert wird. Bis in die 90er Jahre wurde das entstehende Biogas weitgehend nur abgefackel und nicht energetisch genutzt. Heute hat sich aber die Situation geändert, und die Kläranlagen bringen einen beachtlichen Anteil am genutzten Biogas. In Luzern wird beispielsweise das Biogas gereinigt und ins Erdgasnetz eingespeist.

Während des zweiten Weltkiegs entwickelten die Franzosen Ducellier und Isman - z.T. in Algerien - die ersten Festmist-Gäranlagen: einfache "Garagen", durch deren Tor der Mist eingefüllt wurde, und die dann gasdicht geschlossen wurden. Das entstehende Gas wurde sogar schon zum Betrieb des ersten Biogasautos eingesetzt! Die Idee von der "gasdichten Garage" wurde heute u.a. von der Firma Becon in München wieder aufgegriffen.

biogasauto 1949 

Nach der Ölkrise von 1973 entstanden v.a. in den 80er Jahren die ersten Landwirtschaftsanlagen. Bald überlegte man sich, ob man nicht Anlagen mit einer höheren Bakteriendichte entwickeln könne, ums so auch Industrieabwässer (mit viel "unnützem" Wasser...!) innert nützlicher Frist behandeln zu können. In den 90er Jahren folgten dann Anlagen für feste Abfälle, welche erlauben, auch separat gesammelte organische Haushaltsabfälle zu behandeln. Gleichzeitig wurde die Covergärung - vor allem auf Landwirtschaftsanlagen - vorangetrieben, wo in einer Anlage zur Behandlung von Abwasser oder Gülle noch feste Abfälle mitvergoren werden. Die Co-Vergärung auf Abwasserreinigungsanlagen macht allerdings nur Snn, wenn entweder der Klärschlamm wieder zurück auf das Feld gebracht werden kann oder - sofern er verbrannt werden muss - wenn Cosubstrate verwendet werden, die kaum Schlamm produzieren.

 Faulturm einer Kläranlage (Bild: Kt. SG; ARA Au)

Heute wird auch - vor allem im Aulsand - die Vergärung von nachwachsenden Rohstoffen (Nawaro's) propagiert: Pflanzen werden speziell zur Vergärung angebaut. Dies ist aber aus energetischer und ökologischer Sicht kaum sinnvoll, da der Anbau von Energiepflanzen viel Energie verschlingt und gleichzeitig stark umwelbelastend ist. Es bleibt netto nur sehr wenig Energie übrig. Zudem geht wertvoller Boden für die Nahrungsproduktion verloren (Download von Artikel zum Thema).

Wie Ökobilanzen beweisen, ist Biogas jedoch eine ausgesprochen umweltfreundliche Technologie für die Behandlung von organischen Abfällen und Abwässern - dies umso mehr, als nicht nur erneuerbare Energie entsteht, sondern auch mit dem Gärgut dem Boden wichtige Nährstoffe und Humusbestandteile zurück gegeben werden können. Dies erspart die umweltbelastende Produktion von Mineraldünger und den Import von Torf.

 

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