Gärgut Drucken


Das ausgegorene Material

Die Produkition von Biogas aus Abfall ist eine "Win-win"-Situation: Man gewinnt einerseits die in der Biomasse gespeicherte Sonnenenergie in Form des hochwertigen, erneuerbaren Energieträgers Biogas und erhält andererseits erst noch den Rückstand, das Gärgut.

 mit holzigem Material für gute Bodenstruktur

Im Gärgut sind noch alle wichtigen Pflanzennährstffe (N, P, K, Mg, Spurenelemente etc.)  vorhanden, da mit dem Gas nur Kohlenstoff entweicht. Andererseits bleiben im Gärgut zusätzlich noch die schwer abbaubaren Kohlenstoffverbindungen - wie verholzte Bestandteile - zurück, die wichtig sind für den Humusaufbau: Die Schweiz verliert jedes Jahr rund 1 Million Tonnen Humus durch Erosion und Drainage. Als Ersatz wird Torf importiert, was sehr umweltschädlich ist. Das Gärgut ist daher wichtig für das Schliessen von Stoffkreisläufen und damit für eine nachhaltige Landwirtschaft. Das Gärgut ist folglich ein wichtiger und umweltfreundlicher landwirtschaftlicher Dünger.

 Gülleausbringung mit Schleppschlauch

In der Biogasanlage wird der Stickstoff als Ammonium und Ammoniak frei. Ammoniak ist umweltschädlich, wenn er verdampft. Daher soll flüssiges Gärgut (vergorene Gülle etc.) nicht ausgespritzt, sondern nur mit Schleppschlauch ausgebracht werden, um das Verdampfen zu reduzieren, sofern in der Biogasanlage zertifizierter "Ökostrom" produziert werden soll.

 

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